Halswirbelsäulensyndrom (HWS) oder Schwäche nach Krebserkrankung?

Halswirbelsäulensyndrom (HWS) oder Schwäche nach Krebserkrankung?

Halswirbelsäulensyndrom ist eines der häufigsten Probleme, die mir in meiner Praxis als Yogatherapeutin begegnen. Hier in diesem Beitrag geht es um eine Krebspatientin mit diesem Problem.

FRAGE
Hatte heute erste Yoga Trainings Stunde mit gut bekannter Krebspatientin, die schon jahrelang Yoga übt (derzeit nicht bei mir im Kurs).

Nach und in meiner Stunde war ihr schwindelig. Ich übte mit ihr eine kräftigende Übung, ähnlich wie Kabalabhati, Anuloma Viloma mit 4-4-8 Rhythmus und ihr bekannte Asanas, natürlich Tiefenentspannung, und achtete besonders auf ihre Nackenverspannungen – Kopfweh – Derzeitiges Problem.

Den Krebs in der Brust hat sie überwunden. Ich riet ihr viel liegend zu entspannen und Beine hochzulegen. Ihr Schwindel war noch heute Abend da. Was soll ich ihr da empfehlen?

 

ANTWORT

Schwindel kann 1008 Ursachen haben.

  • Kreislaufregulationsprobleme?
  • Hat sie genug getrunken? Wasserhaushalt? Salzhaushalt?
  • Hat sie niedrigen Blutdruck?
  • Ist das Gleichgewichtsorgan fit?
  • In welchem Zustand sind Nackenmuskulatur und Halswirbelsäule (HWS)?

Ja, auch Nackenverspannungen können eine Ursache für Schwindel sein

Wenn verspannte Nackenmsukeln auf die richtigen Nerven treffen, d.h. wenn sie die neuronale Versorgung des Gleichgewichtszentrums beeinträchtigen, dann kann das zu Schwindel führen.

Schwindel kann auch durch Schwäche entstehen, die sich in der Kreislauf-Regulation zeigt

Nach dieser Erkrankung kann es sich auch um Folgen der Krebstherapie handeln – das ist nicht selten. In dem Fall wäre es die Fatigue, Schwäche.

Tipps für ein aufbauendes Übungsprogramm bei Schwäche und zur Stärkung der HWS bzw. Nackenregion *

Um für eine positive Gesamtverfassung zu sorgen …

  • Würde ich erst mal zu viel sehr sanften Pranayamas raten. Also einfache Bauchatmung mit Ujjayi und Mulabandha. Die Atemzüge zählen, um den Geist zu binden. Oder alternativ eine Energievisualisierung einbauen, die ihr gut tut. Vielleicht Energie in den Nacken schicken, oder in andere Körperregionen, die gerade Energie benötigen.
  • Sanfte Pranayamas mit Wonne-Schwerpunkt gibts hier als Atemmeditation „Wonne spüren“
  • Es ist auch gut, sanfte Pranayama-Formen in schöne Spaziergänge durch die Natur zu integrieren. Natur gibt Kraft, Freude und Energie. Und mindestens die tiefe Bauchatmung mit Energievisualisierung und Mulabandha kann problemlos beim Gehen ausgeführt werden. Geübte schaffen auch Wechselatmung, und Kapalabhati.
  • Wegen der Möglichkeit der Schwäche halte ich tägliche Yoga-Nidra-Sitzungen für eine gute Wahl. Mindestens 1x täglich, besser 2-3 Mal sind eine Hausnummer. Dabei entspannen sich ggf. die Nackenmuskeln gleich mit.
  • Was auch hilfreich ist: Kopfschmerzen mit Yoga los werden

Die Asanas vor allem sanft und auf Wonne ausgerichtet üben.

  • In den Asanas bewusst atmen – bevorzugt mit Brahmari. Durch diese Atemübung in den Asanas verändert sich die Haltung so, dass es besser fliesst. Die meisten blockieren ja doch irgendwie, wenn sie versuchen die Asana korrekt einzumehmen. Die Übung von Brahmari in der Asana hilft dem entgegen zu wirken. Ausserdem wirkt Brahmari allgemein „Wonne-fördernd“. Das ist ganz besonders in Verbindung mit Krebserkrankungen sehr wichtig.
  • Krokodilsübungen als Krokodilsübungsreihe, in allen Varianten die dir einfallen
  • Dynamische Schulterbrücke – lässt sich sehr gut mit Brahmari kombinieren, und führt wunderbar in die Wonne. Wenn sie hoch genug geht, werden Nacken und HWS gestreckt – sehr wohltuend.
  • Sanfte Vorwärtsbeuge, evtl. auf dem Rücken liegend. Also Beine hoch, und mit Gurt Richtung Kopf ziehen. Das hilft den Nacken entspannt zu halten.
  • Rückwärtsbeugen würde ich als Bootsvariationen aufbauen: Arme – Beine – Arme und Beine. Da kann man auch verschiedene Arm-Variationen einbauen, bis hin zum Vogel. Stärkt den oberen Rücken, die Schulterpartie, und der Kopf muss hoch gehalten werden => Nackenstärkung!
  • Einfacher Drehsitz aus der Grätsche heraus, oder noch besser, aus dem Fersensitz, mit an den Hinterkopf gelegten Händen. Stärkt die Schulter-Nacken-Partie ganz enorm und es gibt keine Gefahr von Fehlhaltungen.
  • Zum Abschluss eine einfache Seitbeuge aus dem Fersensitz heraus.
  • Unbedingt auch angemessen angepassten Brahma-Mudra (rechts-links-vor-zurück) im Atemrhythmus üben.
  • Die Konzentration auf Lebensfreude und Zuversicht halte ich ebenfalls für einen sehr guten Weg.

Als Tiefenentspannung würde ich eine Heilreise anbieten

  • Leite sie in der Tiefenentspannung an, in einen für sie heilungsfördernden Raum oder Region zu gehen.
  • Lass sie den Raum, oder die Landschaft wählen, die für sie mit Wohlbefinden assoziiert ist.
  • Wandere mir ihr – geistig – durch diese schöne Landschaft, und lass sie von Heilquellen trinken, und heilkräftige Früchte geniessen.
  • Sei kreativ – alles was gut tut und Freude aufs Leben macht ist erlaubt.

Linktipps aus diesem Beitrag *

Schulter-Nacken-Beschwerden und Yoga

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Von der Schulter-Nacken-Problematik zur Inspiration

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Da hilft nur "maßgeschneidert"! 😉

  • Sichere Führung auf dem Weg eine eigene Yoga-Übungsreihe zu entwickeln
  • Du übst dich darin maßgeschneiderte Yoga-Übungsreihen zu entwickeln
  • Die Methode funktioniert bei allen Themen, nicht nur bei Stress und mangelnder Gelassenheit.
  • Deine Übungsreihe ist nicht nur physisch sinnvoll, sondern vor allem:
    energetisch und emotional stimmig
  • Und sie unterstützt ggf. die medizinische Therapie.

Spickzettel

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