Menopause : Wechseljahre = Wechselatmung :-)

Menopause : Wechseljahre = Wechselatmung :-)

FRAGE

Welche Möglichkeiten gibt es im Yoga mit den Umstellungen im Klimakterium besser zurecht zu kommen?

ANTWORT

Wechseljahres-Symptome sind diffus *

Die Wechseljahres-Symptome sind diffus und werden von vielen als sehr unangenehm bis störend empfunden. Nicht umsonst gibt es einen riesen Markt mit den verschiedensten Mittelchen, die helfen sollen die Beschwerden zu lindern oder ganz abzustellen.

Bezeichnend ist, dass in vielen Kulturen die NICHT dem westlichen Lebensstil anhängen, derartige Beschwerden mehr oder weniger unbekannt sind.

Wechseljahres-Symptome oft unbekannt *

Erschwerend kommt hinzu, das die Wechseljahres-Symptome vielen zu Beginn nicht wirklich bekannt sind.

Wer zB mit Schwindel und Übelkeit zu tun hat, sucht die Ursache meist erst mal in den letzten Mahlzeiten, oder vermutet eine Erkrankung im Herz-Kreislaufbereich. Besonders das zweite kann Ängste hervorrufen, die die Situation unnütz verschlimmern.

Wechseljahre aus feinstofflicher Sicht *

Da man mit den modernen Methoden diesem Thema nur unzulänglich begegnen kann, wollen wir uns aus feinstofflicher Sicht mit den Wechseljahren beschäftigen. Schliesslich möchte nicht jeder künstliche Hormone im Körper haben, zumal deren Nebenwirkungen auch „nicht ohne“ sind.

Die Frage lautet also:

Was geschieht in den Wechseljahren aus feinstofflicher Sicht?

Ein bisschen Schulmedizin für den Einstieg *

  • Die Wechseljahre sind – ähnlich wie die Pubertät – eine Zeit in der der Körper seine Hormonproduktion umstellt.
  • Die bis dahin einigermaßen regelmässig stattfindenden Steuerungsprozesse werden massiv verändert.
  • Fruchtbarkeitshormone werden immer weiter reduziert, der Zyklus lässt nach, die monatliche Blutung kommt ins Stottern und hört irgendwann ganz auf.

Die Veränderung ist verbunden mit verschiedensten Symptomen die zeigen, dass das Zusammenspiel von schöpferischen und  manifestierenden Kräften mit Reifungs- bzw. spirituellen Kräften neu justiert werden will.

Neuorientierung der Energien von Schöpfung und Bewusstheit *

  • Schöpferische oder manifestierende Kräfte das sind die, welche u.a. für die Erzeugung von Nachkommen zur Verfügung stehen.
  • Reifungs- oder spirituelle Kräfte richten unser Wachstum auf die Reifung der Persönlichkeit und der spirituellen Bewusstheit.

Der Schöpfungsprozess *

Die schöpferischen Kräfte werden in der Chakra-Reihe beschrieben durch die Energie, die vom Sahasrara zum Muladhara fliesst, der Geburts-Pforte.

Der Reifungsprozess *

Die Reifungs- und spirituelle Kräfte folgen der Chakra-Reihe in umgedrehter Richtung, nämlich vom Muladhara zum Sahasrara, der Pforte zu höheren Dimensionen.

Der Richtungswechsel *

Die Wechseljahre kennzeichnen die Phase, in welcher der Hauptenergiestrom die Richtung wechselt. Er verschiebt sich  von der Manifestation zur Reifung.

Dementsprechend gehen Körperprozesse aus dem einen Bereich zurück und Kräfte in anderen Lebensbereichen nehmen zu.

Ida und Pingala als Balancegeber *

Aus yogischer Sicht verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen Ida und Pingala. Ida und Pingala sind die beiden Hauptnadis, welche die Energien von Sonne und Mond in unserem Körper beherbergen.

  • Schwanken Ida und Pingala ständig hin und her, d.h. verschiebt sich die Regelmässigkeit ihres Zusammenspiels, dann resultieren zum Beispiel Stimmungsschwankungen.
  • Ist gerade Pingala, die Sonnenenergie stark, resultieren Beschwerden überschiessender Aktivität wie Hitzewallungen, Unruhe, Schlafstörungen, Herzrasen.
  • Ist gerade Ida, die Mondenergie stark, dann sind es eher Kopfschmerzen, Schwindel, seltsame Appetitanwandlungen und Lustlosigkeit.

Den wirkungsvollsten Ausgleich zwischen diesen Energien stellst du mit der Wechselatmung her *

Wichtig ist hierbei den Atemrhythmus so einzustellen, das auf keinen Fall Stress oder Unruhe entstehen. Davon hat der Körper bereits genug, dies muss er loswerden um sein Gleichgewicht wieder zu finden.

Starke Unruhe entsteht, wenn im Verlauf der Übungen Widerwillen oder gar Atemnot entstehen. Jeder der intensives Kundalini-Pranayama praktiziert weis genau, das man damit im Handumdrehen Schweissausbrüche herbeiführen kann, auch ohne in den Wechseljahren zu sein, und unabhängig von Geschlecht oder Umgebungstemperatur.

  1. Wichtig ist in diesem Kontext daher unbedingt einen eher sanften Rhythmus zu wählen!
  2. Wichtig ist, sein Pranayama vorrangig genussvoll zu arrangieren, um es möglichst lange wirklich geniessen zu können.

Die Konzentration ist wichtig *

Viel wichtiger als möglichst lange Atemphasen ist unbedingt die Intensität der Konzentration während der Übung.

Je intensiver die Konzentration, um so besser die harmonisierende Wirkung.

Auch hier gilt: auf keinen Fall Stress! *

Der wirkt dann wieder erhitzend, und das ist in unserem Fall kontraproduktiv. Stelle die Komplexität deiner Konzentration daher so ein, dass du es gerade noch entspannt hinbekommst und die Gedanken erfolgreich auf deine Übung ausrichten kannst.

  • Aber nicht so sanft, das du anfängst „in der Gegend rumzudenken“, dann bringt die ganze Übung auch wieder nichts.

Viele schöne und unkomplizierte Anleitungen, sowie die Päckchen-Wechselatmung als intensivere Form findest du in meiner Anleitung Gold-Silber-Yoga.

Wechseljahre mit Blick auf die Chakras *

Die Beschäftigung mit der Wechseljahres-Symptomatik zeigt deutlich, dass die typischen Symptome Schwerpunkte in den einzelnen Chakras bilden:

  1. Muladhara: Die monatlichen Blutungen lassen nach, Schleimhäute können trocken werden, Muskelschmerzen können auftreten
  2. Swadhisthana: Lustlosigkeit, Konflikte
  3. Manipura: Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Gereiztheit
  4. Anahatha: Herzrasen
  5. Vishuddha: Stimmungsschwankungen
  6. Ajna: Kopfschmerzen, Schwindel

Die typischen Wechseljahressymptome sind hier anhand der Chakras 1-6 angeordnet. Sahasrara befindet sich deutlich ausserhalb der physischen Welt, und findet daher keine Berücksichtigung.

Stehen die Symptome eines oder mehrerer konkreter Chakren im Vordergrund, dann kann die Wechselatmung auf die betreffenden Chakren ausgerichtet werden: Einatmen von Links in das Chakra, Anhalten im Chakra, Ausatmen nach Rechts aus dem Chakra, …. und zurück. Zu den Chakren 1 (Muladhara), 4 (Anahatha) und 6 (Ajna) findest du konkrete Übungen in „Selbstbewusstsein, Herz und klarer Geist„. Die Konzentration der weiteren Chakren gestalte entsprechend.

  • Diese Formen der chakra-spezifischen Wechselatmung übe anschliessend an die Allgemeine Wechselatmung zum Ausgleich von Ida und Pingala.
  • Das heißt, übe erst 20 Minuten Päckchenwechselatmung und dann ca 5 Minuten chakraspezifische Wechselatmung wie zB beschrieben in Selbstbewusstsein, Herz und klarer Geist.

Eine sehr schöne Wirkung in den Fällen wo es vorrangig um die Stärkung der Mond-Chakren (Swadhisthana, Vishuddha und Ajna) und Ida (Mond-Nadi) geht, hat die 3-Chakra-Mondenergie-Meditation, die ich zur Ergänzung obiger Praxis empfehle. Einige zählen auch Muladhara zu den Mondchakren, sie werten den Mond als Teil der Erde, was durchaus ein interessanter Gedanke ist.

Eine weitere Übungspraxis zur Reinigung aller Chakras findest du in der Chakra-Reinigungs-Meditation als PDF und als MP3-Anleitung.

Probiere aus was für dich passt, und hinterlasse deine Erfahrungen hier im Blog unterhalb dieses Artikels als Kommentar.

Wechseljahre und Yoga

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Auf Pinterest habe ich dir eine Pinnwand zum Thema Wechseljahre und Yoga bereit gestellt, mit weiteren Tipps.

Vom Wechsel zur Inspiration

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Achtung: Nicht für Yoga-Anfänger geeignet. Setzt Kenntnisse in Yoga voraus.

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1 Kommentar zu Menopause : Wechseljahre = Wechselatmung :-)

  1. Gesund mit Hilfe der Wechselatmung. Bei ihr, wie man weiß, werden die Nasenlöcher abwechselnd mit den Fingern geschlossen, so dass per Reflex die Atmung vertieft und die Herztätigkeit gesteigert wird.
    Diese Reflexwirkung lässt sich aber durch bloßes Berühren der Nasenflügel mit einem Finger oder durch Anspannen der Lippen hervorrufen.
    Diese Atemlehre kann man selbstredend auch im Schlaf ohne viel Übung benutzen. Wie mit der üblichen Form der Wechselatmung überwindet man Asthma ohne chemische Keule unter Anwendung von Übungen zum Anspannen der Lippen (keine sogenannte Lippenbremse).

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