Schmerzende Gelenke – Tipps zur Selbstbehandlung

Schmerzende Gelenke – Tipps zur Selbstbehandlung
Geschmeidigkeit ist die Kraft des Wassers
Geschmeidigkeit ist die Kraft des Wassers

Schmerzende Gelenke – Arthrose und Arthritis in Händen und Knien – Tipps zur Selbstbehandlung *

Schmerzende Gelenke, meist als Arthrose und Arthritis, betrifft viele. Und es betrifft  zunehmend immer jüngere Menschen, das ist das Erschreckende. Die schmerzhafte Einschränkung der Bewegungsfähigkeit nimmt jede Freude am Leben, weil man Bewegung meidet.

Du kannst selbst einiges tun,
um diese Entwicklung und damit den Schmerz aufzuhalten!

FRAGE

Seit ein paar Wochen leide ich an sehr schmerzhafter Arthrose in den Fingergelenken und auch Kniegelenken. Gerade morgens nach dem Aufwachen ist es besonders schlimm. Kommen die Gelenke in Bewegung wird es etwas besser. Ich habe gelesen, dass es aus medizinischer Sicht keine Hilfe gibt. Empfohlen wird eine basische Ernährung mit Verzicht auf Kohlehydrate und tierisches Eiweiß. Kannst du mir noch etwas empfehlen?

ANTWORT

Arthrose und Arthritis sind ein übles Thema – aber das es keine Hilfe gibt, das stimmt nur bedingt.

  • Richtig ist: aus schulmedizinischer Sicht wird sich der Knorpelabbau bzw. Knochenabbau nicht regenerieren.
  • Falsch ist: es wird immer so weh tun wie jetzt.
    Denn es gibt Menschen die es schaffen die Symptome loszuwerden oder zumindest stark zu reduzieren. Das heißt Sie haben das voll ausgeprägte Krankheitsbild lt. Schulmedizin, haben aber trotzdem keine oder nur wenig Schmerzen.

Das bekommst du hin mit ganz bestimmten Maßnahmen:

  1. Strikt basische Ernährung. Diese Ernährung hilft die Entzündungen im Körper zu reduzieren, und damit auch den Schmerz. Was weh tut, das ist ja vorrangig die Entzündung, und auf die hast du einen gewissen Einfluss.
  2. Regelmäßige Reinigungskuren, wie zum Beispiel die yogischen Kriyas, Panchakarma-Kur, Fasten, Salzbäder, usw.
    Das was du wählst, hängt auch mit von deinen persönlichen Neigungen ab. Stell dir bitte ein intesives und regelmässiges Reinigungsprogramm zusammen, mit dem du persönlich gut zurecht kommst. Wichtig ist, das ab sofort regelmäßig und konsequent umzusetzen – wie zB einige Fastentage jedes Quartal, zusätzlich eine jährliche Panchakarma-Kur, wöchentliche Saunabäder, besondere Ernährung usw. Auch die yogischen Kriyas in der empfohlenen Häufigkeit sind hier wichtig. Besprich die Kriyas ggf. bitte mit deiner YogalehrerIn und evtl. einer erfahrenen YogatherapeutIn. Sie können dir zeigen was genau in deinem Fall zu tun ist und wie oft.
  3. Tägliche, sanfte Gelenk-Bewegung – das heißt systematische und regelmäßige Belastung ALLER Gelenke.  Sie schmieren die Gelenke und ernähren dadurch die Gelenk-Knorpel. Und sie helfen die verkrampfte Muskulatur zu entspannen. Lass dir zu diesem Zweck von deiner Yogalehrerin die Pavanamuktasana-Reihe zeigen, falls du sie noch nicht kennst, und praktiziere sie täglich 3x:
    1. Morgens auf der Bettkante,
    2. (Nach-)Mittags und immer nach längerem Sitzen,
    3. Abends auf der Bettkante.
    Du wirst nach wenigen Tagen eine erste Besserung verspüren. Wenn du dran bleibst, wirst du sehr davon profitieren!
  4. Muskelaufbau und Gelenkbelastung mit starkem Halten von fordernden Yoga-Übungen, wie zum Beispiel Heldenstellungen für die Knie und Hund/Katze/Krähe für die Hände. Ziel ist, die Muskulatur rund um die betroffenen Gelenke gezielt zu stärken und Heilenergien dorthin zu lenken – ohne(!!!) zu überfordern. Dazu müssen die Übungen sensibel angepasst werden.
    Arbeite so, das die schmerzhaften Gelenke auf angemessene und heilungsfördernde Weise belastet werden. Während des Übens dürfen sie etwas schmerzen, aber nicht deutlich über das Üben hinaus. Spätestens nach 15 Minuten sollten sie sich beruhigt haben, dann war die Dosierung gut. Um die für dich geeigneten Übungen und -Variationen zu finden, brauchst du ggf. Unterstützung durch eine erfahrene YogatherapeutIn.
  5. Tägliche Meditation und Pranayama, um den mentalen Umgang mit Schmerzen zu erlernen. Wie stark Schmerzen wahrgenommen werden, das hat sehr viel mit dem individuellen Schmerzempfinden zu tun, und ist trainierbar – in beide Richtungen! Die innere Einstellung zu den Freuden des Lebens ist ebenfalls wichtig, und wird mit Pranayama und Meditation entwickelt und gefördert.
  6. Zusätzlich gilt: Nimm reichlich am Leben teil, triff dich mit Freunden, geh ins Schwimmbad, Konzert und Tanzen, oder was dir sonst Spass macht. Lebensfreude ist das stärkste Lebenselixier überhaupt. Deshalb ist es zwar wichtig die Ernährungsregeln einzuhalten, aber sich ab und zu ganz bewusst freudestiftende Ausnahmen zu leisten! 80% Korrektheit ist besser als 100% Dogma!

Unterstützende Maßnahmen:

Grünlippmuschelextrakt soll helfen. Ich habs selber noch nicht probiert, meinem Hund bekommts aber gut, der hat auch Arthrose. 🙂
Es gibt verschieden kräuterbasierte Reinigungskuren, zum Beispiel mit Brennnessel oder Löwenzahn. Hildegard von Bingen empfiehlt Galgant, Bertramwurz und einige weitere Dinge. Auch südafrikanische Teufelskralle wird sehr empfohlen, sowie Homöopathie und Schüsslersalze. Vielen hilft auch Klangtherapie, Kneipp-Güsse, Kohlwickel und anderes. Davon kannst du einiges ergänzend hinzunehmen. Obiges Übungsprogramm ersetzen kannst du damit nicht.

Das sind einige erste Empfehlungen, du du auf dich persönlich abstimmen, und entsprechend deiner Entwicklung laufend anpassen musst.

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