Pranyamas, die yogischen Atemübungen, werden immer bekannter. Sie sind hilfreich bei Asthma, chronischer Bronchitis, und vielen weiteren chronischen Atemwegsbeschwerden.

Hier stellt eine Person mit Asthma eine wichtige Frage in diesem Kontext, die ich hier drunter beantworte. Ausserdem solltest du dir den Beitrag “Yoga bei Erkältung” anschauen, denn der transportiert auch einige wichtige Gedanken zu diesem Thema.


👉 👉 👉 Gesamtübersicht über alle meine Beiträge zu Atemwegsbeschwerden und Yoga

👉 👉 👉 Jede Menge wertvolles Wissen, aus verschiedenen Quellen, wie du mit Yoga deine Atemwege befreien kannst, habe ich für dich auf Pinterest in meiner Pinwand Atemwege befreien mit Yoga zusammen gestellt.


 

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FRAGE

Ich habe eine yogatherapeutische Frage an dich zu Atemübungen bzw. Pranayamas.

Ich habe starkes Asthma, meine Lungenfunktionen haben sich in den letzten Jahren stark verschlechtert, ich schaffe zur Zeit 30%, die Lunge ist total überbläht.

Allerdings ist meine allgemeine Konstitution recht gut. Ich bin körperlich fit und kaum eingeschränkt, (außer bei starker Beanspruchung) ich schlafe sehr gut, habe Nachts keine Atemprobleme, ernähre mich vegan, mein Sauerstoffgehalt im Blut ist super und so weiter.

In 4 Wochen habe ich meinen nächsten Termin beim Lungenarzt und mein größter Wunsch wäre, das sich die Werte stabilisiert haben, vielleicht sogar etwas bessern.

Jetzt habe ich in einem Yogatherapieforum gelesen, das man mit überblähter Lunge nicht alle und keine intensiven Atemtechniken machen soll. Ich hab bei Kapalabhati auch immer ein komisches Gefühl.

Wechselatmung finde ich toll und auch das Atemanhalten tut mir gut. Brahmari mache ich regelmäßig und hab dann doch nen langen Atem.

Welche Atemtechniken würdest du mir empfehlen, dass ich meine Lungenkapazität etwas steigern kann?

 

ANTWORT

Sanfte Atemübungen

Ich denke, du solltest vor allem eher sanftere Pranayamas machen, und ein wenig auch mit vorsichtigem Luftanhalten. Heftige Praktiken wie “klassisches” Kapalabhati (es gibt sanftere Varianten) und vor allem Bhastrika solltest du vorläufig bleiben lassen, bis du insgesamt genau weist was du dir zumuten kannst.

Das gilt für alle Übungen, mit denen du dich nicht wirklich pudelwohl fühlst. Ich halte viel von der Körperweisheit – dein Körper weis was er braucht, du musst ihm nur zuhören.

Dein Gefühl scheint dich ja auch recht gut zu leiten. Hör darauf!

Wichtig ist auch unbedingt, dass du deine Pranayamas immer wieder neu an deine aktuelle Tagesverfassung anpasst. Dazu habe ich im Beitrag Yoga bei Asthma einiges geschrieben.

Atemübungen zur Entwicklung der Vitalkapazität

Um die Vitalkapazität zu erhöhen ist sehr langsames Atmen wie zB tiefe Bauchatmung mit sehr stark verlängertem Ausatem, wie es zB bei Ujjayi, Omkar und Brahmari entsteht sehr hilfreich. Auch Kumbhaka (Anhalten) in eingeatmetem und ausgeatmeten Zustand gut und setzt den von dir gewünschten Wachstumsreiz.

Da deine Lunge überbläht ist, würde ich dir raten es die nächste Zeit eher mit ausgeatmetem Anhalten zu versuchen, und das eingeatmete Anhalten auf bessere Zeiten zu verschieben.

Du kannst auch deinen Arzt mal zu seiner Meinung fragen, er kann das im Zweifel besser beurteilen als ich, schon alleine weil er dich kennt. Jeder Mensch ist anders.

Anleitungen für Atemübungen

Es gibt sehr viele sanfte Atemübungen bzw. Pranayamas im Yoga. Und von deiner Lieblingsübung, der Wechselatmung gibt es ebenfalls sehr viele.

Atemübungen WonneGerade von den sanften Pranayamas hab ich so einiges im MP3-Download.

Schau dir doch mal die Atemmeditationen an, sie laufen unter der Bezeichnung “Heilyoga-Meditationen“, weil es wirklich ausgesprochen meditative und sehr wirkungsvolle Atemübungen sind.

Von diesen empfehle ich dir ganz besonders diese hier:

Wonne-Spüren

Ich freu mich, wenn ich wieder von dir höre. Viel Freude auf deinem Weg.

 


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