Atemübungen bei Asthma

Atemübungen bei Asthma

Pranyamas, die yogischen Atemübungen, werden immer bekannter. Sie sind hilfreich bei Asthma, chronischer Bronchitis, und vielen weiteren chronischen Atemwegsbeschwerden.

Hier stellt eine Person mit Asthma eine wichtige Frage in diesem Kontext.

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FRAGE

Ich habe eine yogatherapeutische Frage an dich zu Atemübungen bzw. Pranayamas.

Ich habe starkes Asthma, meine Lungenfunktionen haben sich in den letzten Jahren stark verschlechtert, ich schaffe zur Zeit 30%, die Lunge ist total überbläht.

Allerdings ist meine allgemeine Konstitution recht gut. Ich bin körperlich fit und kaum eingeschränkt, (außer bei starker Beanspruchung) ich schlafe sehr gut, habe Nachts keine Atemprobleme, ernähre mich vegan, mein Sauerstoffgehalt im Blut ist super und so weiter.

In 4 Wochen habe ich meinen nächsten Termin beim Lungenarzt und mein größter Wunsch wäre, das sich die Werte stabilisiert haben, vielleicht sogar etwas bessern.

Jetzt habe ich in einem Yogatherapieforum gelesen, das man mit überblähter Lunge nicht alle und keine intensiven Atemtechniken machen soll. Ich hab bei Kapalabhati auch immer ein komisches Gefühl.

Wechselatmung finde ich toll und auch das Atemanhalten tut mir gut. Brahmari mache ich regelmäßig und hab dann doch nen langen Atem.

Welche Atemtechniken würdest du mir empfehlen, dass ich meine Lungenkapazität etwas steigern kann?

 

ANTWORT

Sanfte Atemübungen *

Ich denke, du solltest vor allem eher sanftere Pranayamas machen, und ein wenig auch mit vorsichtigem Luftanhalten. Heftige Praktiken wie “klassisches” Kapalabhati (es gibt sanftere Varianten) und vor allem Bhastrika solltest du vorläufig bleiben lassen, bis du insgesamt genau weist was du dir zumuten kannst.

Das gilt für alle Übungen, mit denen du dich nicht wirklich pudelwohl fühlst. Ich halte viel von der Körperweisheit – dein Körper weis was er braucht, du musst ihm nur zuhören.

Dein Gefühl scheint dich ja auch recht gut zu leiten. Hör darauf!

Atemübungen zur Entwicklung der Vitalkapazität *

Um die Vitalkapazität zu erhöhen ist sehr langsames Atmen wie zB tiefe Bauchatmung mit sehr stark verlängertem Ausatem, wie es zB bei Ujjayi, Omkar und Brahmari entsteht sehr hilfreich. Auch Kumbhaka (Anhalten) in eingeatmetem und ausgeatmeten Zustand gut und setzt den von dir gewünschten Wachstumsreiz.

Da deine Lunge überbläht ist, würde ich dir raten es die nächste Zeit eher mit ausgeatmetem Anhalten zu versuchen, und das eingeatmete Anhalten auf bessere Zeiten zu verschieben.

Du kannst auch deinen Arzt mal zu seiner Meinung fragen, er kann das im Zweifel besser beurteilen als ich, schon alleine weil er dich kennt. Jeder Mensch ist anders.

Anleitungen für Atemübungen *

Es gibt sehr viele sanfte Atemübungen bzw. Pranayamas im Yoga. Und von deiner Lieblingsübung, der Wechselatmung gibt es ebenfalls sehr viele.

Atemübungen WonneGerade von den sanften Pranayamas hab ich so einiges im MP3-Download.

Schau dir doch mal die Atemmeditationen an, sie laufen unter der Bezeichnung “Heilyoga-Meditationen“, weil es wirklich ausgesprochen meditative und sehr wirkungsvolle Atemübungen sind.

Hier klicken um mehr zu erfahren

Ich freu mich, wenn ich wieder von dir höre. Viel Freude auf deinem Weg.

 

9 Antworten für Atemübungen bei Asthma

  1. Bei Asthma gibt es ein fast unbekanntes “Ei des Columbus”.
    Man drückt bewusst und kräftig die Lippen zusammen und erlebt den Rückgang der Anzeichen der Krankheit wie Pfeifen in der Lunge und die so verstörende Atemnot. Dieser Wirkung liegt die asiatische Medizin zugrunde mit den Nervendruckpunkten. Einige dieser Punkte werden bei Druck an einer Lippe getätigt und so die Bronchien entspannt.
    Noch überzeugender ist die Wirkung freilich, wenn man mit einem Finger in die Rinne (Philtrum) zwischen Nase und Oberlippe drückt Also drückt man beharrlich die Lippen zusammen und übt. Ich hatte chronisches Asthma. Es verschwand mit der Lippenübung, obschon die Symptome in der Pollenzeit sehr belastend waren.
    Wichtig ist die Nasenatmung in der Nacht. Asthmamedikamente sollte man absetzen: Arzt fragen.

  2. Die westliche Schulmedizin ist mit Asthma überfordert. Die chemischen Mittel haben so viele Nebenwirkungen und bieten keine nachhaltige Lösung.
    Die Yogabehandlung mit Marmayoga ist überlegen und auch nachhaltig. Man drückt man mit dem Finger gegen die Lippen und die Bronchien werden entspannt. Dann übt man entsprechende kräftige Einatmung durch die Nase. Deshalb ist Zusammendrücken der Lippen die Lösung bei Asthma. Das hat mich geheilt. Für die asiatische Medizin siehe auch Shiatsu, Tuina, und Akupressur mit Vitalpunkten an den Lippen.

  3. Yoga verehre ich, aber:
    Entgegen der landläufigen Meinung lässt sich Asthma wegatmen. Siehe das Video https://www.youtube.com/watch?v=VkuUazf06r4 mit Frau Julia Makolkina. Beim scharfen lauten Einatmen durch die Nase als wichtiges Merkmal der Darstellung drückt sie die Lippen zusammen, was durch Reflex die Atmung vertieft. Überlegt man dies, sieht man schnell, warum die Asthmaursache und Asthmaheilung so schlecht verstanden wird. Das Zusammendrücken wird übersehen oder wird anders verstanden.

  4. Sehr geehrte Frau Engeln.
    Die Fragestellerin lobt die Wechselatmung.
    Hier wird die Nase befingert, so dass durch Reflexwirkung die Atmung vertieft und durch eine Naturheilkraft das Asthma besiegt

    Vielen Dank für Ihre Info. Hier noch was.
    Reflexwirkung der Wechselatmung auch in Schlaf.
    Die vollkommene Asthmaheilung mit der Wechselatmung:
    1) Leichtes Zusammendrücken der Nase mit zwei Fingern einer Hand, so dass die Luftströmung beim Einatmen hörbar wird.
    2) Dann Übergang vom Fingerdruck zu einem Anspannen der Lippen mit demselben Geräusch.
    3)Genau wie Befingern der Nase vertieft dann ein Lippenreflex die Atmung und wirkt gegen auch im Schlaf Asthma.
    4) Wegen Mundatmung oder wirkungsloser Nasenatmung ist bei Asthma der Reflex nicht vorhanden.
    Für diesen Ansatz spricht die Tatsache, dass in Fachkreisen völlig andere Theorien über Asthma besprochen werden.
    LG.
    Richard Friedel
    82319 Starnberg, Mühlbergstraße 3 08151744409

  5. Das Lächeln kann Asthma verjagen. Man kann zwar mit offenem Mund Lächeln, aber üblicher ist ein Lächeln mit geschlossen Lippen, was durch Reflex den Sympathicus erregt.und so die Atmung vertieft. Nun bei Asthmatikern wird zu viel durch den Mund geatmet, so dass das Lächeln ohne oder mit zu wenig Lippendruck stattfindet. und der Sympathicus Nerv nicht wie beim gesundenden Menschen erregt wird. Als jemand mit Jahrzehnten Asthmaerfahrung würde ich Lächeln gegen Asthma empfehlen. Man spürt den besseren Herzschlag und die Entspannung in der Brust. Also ein freundliches Gesicht zum bösen Spiel machen. Schade, dass die Medizin so sehr auf Medikamente fixiert ist und die “Lippenbremse” mit schlaffen Lippen bei Asthma vorschreibt.

  6. Ich finde den Artikel prima. Bei Kapalabhati sollte nicht durch den Mund eingeatmet werden. Das wäre wie in einem Asthmafall. Nur durch die Nase einatmen, und dann laut und scharf. Das hat mein Asthma geheilt.

  7. Guten Tag,meine Lunge setzt sich mit einer austherapierten COPD auseinander, da ich selber Kundalini-Yoga unterrichtete, konnte ich mir mit der Pfeifatmung linderung verschaffen,(pfeifend einatmen und pfeifend ausatmen).So konnte ich eine überblähung vermeiden und das Gewebe bekam wieder mehr flexibilität. Ausserdem wurden die Atemhilfsmuskeln des Brustkorbes wieder aktiviert. Langes tiefes, durch die Nase einatmen und in vier langen stössen,durch die Nase ausatmen, ist auch wohltuend.
    H.Koal

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