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Ein 56 jähriger Mann klagt gelegentlich über belastendes Aufstoßen, besonders Nachts. Bei der ärztlichen Untersuchung ist nichts gefunden worden. Nach (und oft schon während ) einer Yoga-Einheit tritt dieses Aufstoßen sehr heftig auf. Kann es sein, dass die Verdauungsprozesse in der Entspannung bez. der bewussten Beschäftigung mit dem Körper so richtig in Gang kommen, die in der übrigen Zeit eher heruntergefahren sind? Hast du Tipps für meine Arbeit mit ihm?

ANTWORT:

Aufstoßen kann viele Ursachen haben: nächtliche Gärprozesse im Magen stellt man am besten ab, indem man mit leerem Magen ins Bett geht. Dasselbe gilt für Yoga. Und ja, durch die Entspannung im Yoga kommt die Verdauung erst so richtig in Gang.

Er kann es mal mit Wermuttee (das Kraut!) und/oder Triphala probieren, um die Verdauungskraft anzuregen. Als hilfreich gilt es auch morgens auf nüchternen Magen ein Glas Wasser mit dem Saft einer Zitrone zu trinken. Das reinigt die Verdauungsorgane und stärkt den Magen.

Die yogischen Maßnahmen sind Nauli (Vorstufe: Agni sara) und “Yoga für den Bauch”, d.h. auf Bauchmassage ausgerichtete Praktiken. Viele Drehungen sind auch wichtig, um die zugehörigen Nerven im Rücken von Druck zu befreien. Drücken die Bandscheiben oder verspannte Muskeln auf die Spinalnerven welche die Verdauungsorgane versorgen, dann kann das die Verdauungskraft durchaus beeinträchtigen. Deshalb arbeite mit ihm an der Aufrichtung der Wirbelsäule, und an einer geschmeidig-starken Rückenmuskulatur.