Blähungen – Zwicken und Kneifen im Bauch und die Darmsanierung

Blähungen – Zwicken und Kneifen im Bauch und die Darmsanierung

Blähungen, was tun? Du suchst Hilfe bei Blähungen und Darmgasen? Hier gibt’s eine Anleitung, wie du diese los wirst.

Die Ursachen bei Blähungen sind meistens unklar. Dabei gibt es oft nicht nur eine Ursache, Blähungen können aus einem Ursachen-Mix hervor gehen.

Das macht die Suche nicht einfacher.

In diesem Beitrag gehts um die Frage: Was tun bei Blähungen?

FRAGE

Ich bin ein 24-jähriger Mann, der große Probleme mit seinem Darm hat. und der auch alles Mögliche ausprobiert hat.

Ich habe massive Probleme mit meinem Bauch. Seit ungefähr zwei Jahren nun, und schon ziemlich viel ausprobiert. Ich bin ziemlich verwirrt was nun die Ursache für die ständigen Schmerzen in meinem Bauch sind. Jeder hat mir etwas anderes gesagt, Ärzte, Ayurvedaärzte, Heiler etc. Nichts hat wirklich geholfen.

Fast immer ist mein Darm voller Luft. Ich habe oft Kopfschmerzen besonders morgens, und Heißhungerattacken auf Süßes. Die Schmerzen im Unterleib machen mich nervös.

Mich begleitet immer ein unwohles Gefühl im ganzen Bauch. Ich vermute Candida. Bei einer Stuhlprobe wurde aber nichts gefunden… Vielleicht kannst du mir weiterhelfen?

ANTWORT

Solche Probleme haben meist recht komplexe Ursachen. Das kann ein wilder Mix sein aus Unverträglichkeiten und Keimbelastungen. Ärzte kommen damit oft nicht so recht weiter, das kenne ich auch so.

Ich denke das liegt daran, dass dieses Thema viel mit dem Lebensstil zu tun hat, und Ärzte eher auf die Akutintervention hin ausgerichtet sind.

Erfolgreich bei Zwicken im Bauch und Blähungen ist oft die folgende Vorgehensweise:

#1 Erst mal mit sicheren Lebensmitteln für Ruhe im Bauch sorgen *

Finde durch systematisches Austesten heraus, welche Lebensmittel dir Beschwerden verursachen. Diese streiche konsequent aus deiner Ernährung. Wenigstens solange, bis wieder Ruhe eingekehrt ist.

Das bedeutet, reduziere deine Ernährung auf die absolut sicheren Lebensmittel.

Das ist oft Reis mit einigen gedünsteten Gemüsen, und Kichary.

Meide in dieser Zeit prinzipiell alle verarbeitete Lebensmittel. Du weist nie was da alles drin ist. Das bedeutet: iss auch kein Brot!

Vor Brot warne ich noch aus einem anderen Grund: Weizen!

Viele Menschen haben eine Form der Weizensensiblität, ohne von Zöliakie betroffen zu sein. Zur Klärung der Situation ist es gut, alles was mit Weizen zu tun hat, erst einmal komplett zu streichen.

Ausgewogene Ernährung und die Nährstoffaufnahme

Es gibt keinen zwingenden Grund Weizen zu essen (ausser vielleicht der leckere Apfelkuchen deiner Oma). Es gibt rund um den Globus viele Kulturen, die prima ohne Weizen zurecht kommen oder kamen. Lass dir also nix einreden.

Wichtig ist allerdings, dass du eine gute und ausgewogene Ernährung pflegst, die alle wichtigen Nährstoffe enthält. Wer seine Ernährung zu sehr einschränkt, kommt schnell in Mangelsituationen. Das gilt besonders dann, wenn die Fähigkeiten des Darms zur Nahrungsaufnahme durch schädliche Prozesse bereits eingeschränkt sind.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass du die nachfolgende 2. Phase sorgfältig mit machst.

Nochmal zum Weizen:

Was viele nicht wissen: Die Anzahl der Mitglieder der Weizenfamilie ist sehr gross. Zur Weizenfamilie gehören:

  • Einkorn
  • Emmer
  • Kamut
  • Dinkel
  • Weizen
  • Roggen
  • Gerste
  • Hafer
  • (Buchweizen heisst nur so, hat aber mit Weizen nichts zu tun)

Viele Menschen vertragen all diese Weizenarten nicht so gut.

Dabei ist die Unverträglichkeit unter Stress-Einfluss und bei weiteren vorliegenden Empfindlichkeiten oft verstärkt. Hier haben wir es mit einem Kombinations-Effekt zu tun. In dieser ersten Testphase lass sie alle deshalb weg.

Um möglichem Stress entgegen zu wirken, empfehle ich dir diese Yoga-Praxis:

Problembereich Süssungsmittel

Was du auch unbedingt streichen solltest, dass sind alle seltsamen Süssungsmittel.

Das gilt ganz besonders für alles, was unter der Bezeichnung “zuckerfrei” zum Süßen genommen wird: Glucosesirup, Fructosesirup, … usw. Die Industrie ist da sehr findig.

Das ist NOCH SCHÄDLICHER ALS ZUCKER!

Reissirup ist übrigens Glucosesirup, und Agarvendicksaft ist Fructosesirup. Also auch nicht wirklich besser.

Daher gilt: Wenn süss, dann Zucker. Und davon möglichst wenig!

Worum es hier geht

Das ist jetzt erst einmal eine etwas restriktive Phase.

Im Anschluss wirst du die für dich als “ok-getesteten” Lebensmittel nach und nach wieder dazu nehmen.

Hier gehts jetzt erst mal um die Schaffung einer Basis, die weitere Klärung und Heilung erlaubt.

… kein Brot geht nicht? Hier gibt’s ein weizenfreies Brot zum selber machen. Superlecker und supereinfach!

Sobald sich dein Darm eindeutig für mindestens 14 Tage beruhigt hat gehts weiter.

#2 Die Liste der sicheren Lebensmittel erweitern – mit einer zuverlässigen Methode *

In dieser Phase beginnst du damit einzelne weitere Lebensmittel auf Verträglichkeit zu testen. Dein Darm ist jetzt ruhig, so dass du beurteilen kannst, was dir Beschwerden bereitet, und was nicht. Solange es im Darm tobt, geht das nicht.

Wähle also deinen Instinkten folgend ein Lebensmittel, von dem du glaubst, das müsste passen. Und ein gesundes Lebensmittel, bitte. ;-)

Es geht darum deine momentan etwas restriktive Ernährung sinnvoll auszuweiten. Also lass den Blödsinn mit “seltsamen Dingen” bleiben. Das bringt nichts. Geh ernsthaft ran.

Dieses eine Lebensmittel isst du nun 1-3 Tage lang in grösseren Mengen.

Manche Betroffene stellen fest, dass eine zu sanfte oder zu kurze Testphase zu falschen Ergebnissen führen kann.

Meine Empfehlung ist:

  1. Iss erstmal nur wenig, um zu spüren.
  2. Wenn das gut gegegangen ist, dann iss am nächsten Tag etwas mehr davon.
  3. Und ggf. am dritten Tag ganz viel.

Beobachte: Wie gehts dir? Was geschieht? Ist dieses Lebensmittel verträglich?

Nochmal:

Da du von einer ruhigen Darmsituation ausgehend diesen Test durchführst, kannst du klarer beobachten als vorher. So kommst du zu besseren Ergebnissen als anders.

Diese 3 Listen helfen weiter

  1. Kommst du zu dem Schluss, dass dieses Lebensmittel verträglich ist, füge es deiner Liste der sicheren Lebensmittel hinzu.
  2. Ist es nicht gut für dich, kommt es auf die Liste der zu meidenden Lebensmittel.
  3. Bist du dir nicht sicher, oder ist die Reaktion zu unklar oder fällt sie sehr sanft aus, dann füge es der Liste der “halbsicheren” Lebensmittel hinzu. Das testest du später nochmal genauer. Mit voranschreitender Heilung verändert sich ja auch deine Empfindlichkeit. Jetzt ist es erst mal wichtig deine Ernährung auf ein vernünftiges Niveau zu bringen – also aus dieser restriktiven Ernährung raus zu kommen.

Nach jedem Test sorge wieder für Ruhe im Darm, bevor der nächste Test kommt.

Iss also eine Zeit lang nur sichere Lebensmittel.

Zur Beruhigung trinke regelmäßig Curcumatee. Eine Tasse vor dem Schlafengehen, damit er über Nacht einwirken kann. Über den Tag verteilt noch 2-3 weitere Tassen.

Hausmittel zur Darmberuhigung:

  • 1/2 Tl Curcuma + 2 Umdrehungen Pfeffer direkt aus der Pfeffermühle in eine Tasse geben.
  • Mit kochendem Wasser aufgiessen, ziehen lassen.
  • NICHT SÜSSEN!!! Egal womit. Das ist jetzt alles nicht gut für dich.
  • Das Curcumapulver mittrinken

Dieser Tee unterstützt die Heilung.

Zusätzlich ist es gut, wenn du viel Ingwer im Essen verwendest. Ich tu übrigens gerne noch etwas Ingwer mit in den Curcuma-Tee rein. Aber das ist Geschmacksache.

Sobald du deinen Darm in einem etwas normaleren Zustand hast, und deine Lebensmittel-Tests zu einer akzeptablen Erweiterung deiner Liste der sicheren Lebensmittel geführt haben, gehts weiter.

Diese Phase kann durchaus 6 Monate dauern.

Nimm dir diese Zeit, das ist wichtig.

Falls du ungeduldig wirst, Entspanne dich. :-)

#3 Gesunde Darmflora aufbauen auf natürliche Art *

Sobald die Schwierigkeiten definiert sind, und du sie zuverlässig meiden kannst, beginne damit eine gesunde Darmflora aufzubauen.

Schritt 1: Grapefrutkernextrakt

Vorsicht, da gibt es Riesen-Unterschiede! Lies dich bitte gründlich ein, es gibt einige Details zu beachten. Google liefert dir viele Treffer, damit bist du eine Weile beschäftigt.

Nimm täglich ein bis zwei Glas Wasser mit Grapefruitkernextrakt zu dir.

Diese Phase dauert 2-3 Monate.

In dieser Zeit wird der Grapefruitkernextrakt die angesiedelten falschen Keime aus deinem Darm entfernen.

Es kann sein, dass du dich dabei nicht immer wohl fühlst.

Deshalb hast du vorher deine Ernährung mit der Liste der sicheren Lebensmittel auf ein solides Niveau gebracht. Das hilft dir jetzt enorm.

In dieser Zeit lass dich deshalb auf keinerlei Ernährungsexperimente ein.

Bleib bei denen absolut sicheren Lebensmitteln.

Schritt 2: Probiotische Lebensmittel

Du hast deinen Darm nun von “üblen Keimen” weitgehend befreit.

Mit probiotischen Lebensmitteln wirst du nun anfangen gesunde Darmbakterien auf zu nehmen. Dazu solltest du viel milchsauer vergorenes Roh-Gemüse essen, und Gärgetränke (nicht was du denkst!) mit den richtigen Bakterien zu dir nehmen.

  1. Milchsauer vergorenes Roh-Sauerkraut und andere milchsauer eingelegte Gemüse. In türkischen und russischen Lebensmittelläden wirst du vieles finden, das aus unseren Supermärkten längst verschwunden ist. Im Internet findest du Anleitungen, wie du das selbst ansetzen kannst. Es ist ganz einfach.
  2. Wichtig: nix pasteurisiertes, eingekochtes, … usw.
    ★ Ausschließlich roh sind die Bakterien lebendig! ★
  3. Gärgetränke: Kombucha, oder Kefir. Beides bitte selbstgezogen, wg. der lebendigen Bakterien. Du kannst zwar beides kaufen, aber das ist dann pasteurisiert und sonstwas … also tot! Die benötigten Kulturen und reichlich Infos dazu findest du im Internet. Einfach Google fragen …

Wenn du magst, dann kannst du auch Kapseln mit probiotischen Bakterien zu dir nehmen. Da es sehr unterschiedliche Bakterienkulturen für diesen Zweck gibt, lass dich bitte vom Heilpraktiker deiner Wahl beraten. Manche Hausärzte kennen sich auch damit aus.

Blähungen beim Yoga?

Wenn dich dieses Thema näher interessiert, dann magst du sicher auch die anderen Beiträge dazu lesen. Ein beeinträchtigter Darm hat weitreichende Konsequenzen.

Vom entspannten Darm zur Inspiration

"Für Yogatherapeuten ist persönliche Erfahrung aus der Selbstbeobachtung unverzichtbar, um wirklich passende und authentische Yoga-Übungsreihen entwickeln zu können."

Wenn du dir (oder jemand anderem) eine maßgeschneiderte Yoga-Praxis zusammenstellen willst, mit der Blähungen in Energie und Inspiration umwandelt werden, dann empfehle ich dir den Spickzettel.

Es geht immerhin um eine Übungsreihe, die nicht nur funktionieren könnte, sondern die tatsächlich praktiziert wird.

Da hilft nur "maßgeschneidert"! ;-)

  • Sichere Führung auf dem Weg eine eigene Yoga-Übungsreihe zu entwickeln
  • Du übst dich darin maßgeschneiderte Yoga-Übungsreihen zu entwickeln
  • Die Methode funktioniert bei allen Themen, nicht nur bei Erschöpfung.
  • Deine Übungsreihe ist nicht nur physisch sinnvoll, sondern vor allem:
    energetisch und emotional stimmig
  • Und sie unterstützt ggf. die medizinische Therapie.

Spickzettel

Achtung: Nicht für Yoga-Anfänger geeignet. Setzt Kenntnisse in Yoga voraus.

 

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