FRAGE

Ich habe eine Teilnehmerin in einem meiner Kurse, die gerade viele Probleme mit ihrem Knie hat.  Sie sagte, es soll der Meniskus sein. Was ist da yogatherapeutisch zu tun?

Im Kniegelenk fühlte ich bei ihr auch eine kleine Kugel, die sich dort gebildet hat und die ihr Knieschmerzen bereitet. Sie möchte, wenn es geht, diese nicht operieren lassen bzw.wenn möglich, chirugische Eingriffe gern vermeiden! Wie sie mir sagte, hatte sie das schon einmal und der Arzt hatte sofort an den Chirugen das übergeben und so geschah es dann auch, dass ein Eingriff erfolgte!

ANTWORT

Knieschmerzen sind immer ausgesprochen unschön. Und: die Schulmedizin ist nicht nur schlecht, sie tut auch viel Gutes.  :-))

So wie du den Fall beschreibst, scheint sich im Knie etwas zu bilden, was da nicht hingehört, zum Beispiel eine Zyste oder etwas ähnliches – die Kugel die du gefühlt hast. Diese drückt und verursacht dadurch Knieschmerzen. Der Meniskusschaden spielt auch eine Rolle im Schmerzgeschehen.

Baufmwurzel

Knieschmerzen packen unsere Wurzel

Es gibt prinzipiell die Möglichkeit, dass sich so ein Gewächs (die Kugel) auch wieder zurückbildet, ohne das chirurgische Maßnahmen ergriffen wurden. Das ist daran zu erkennen, das die Knieschmerzen allmählich zurückgehen. Aber: Das ist dann in jedem Fall eine langwierige Angelegenheit!

Daher wäre es (wg. der Schmerzen) zu überlegen sich jetzt doch auf den Eingriff einzulassen, um erst mal die Knieschmerzen los zu sein. Vermutlich ändert sich durch den Schmerz das Gangbild, und das kann zu weiteren Problemen im Körper führen, die durch die OP erst mal gestoppt würden.

Wichtig ist jetzt alles zu tun, um die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Neubildung zu reduzieren, sonst bekommt sie bald wieder neue Knieschmerzen. Dazu müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. Dieselben Maßnahmen können auch dazu beitragen, das sich der Meniskus regeneriert, – und – das die Kugel innerlich abgebaut wird, falls sie das versuchen möchte. Aber – nochmal! – das dauert voraussichtlich mindestens 1-2 Jahre, und garantieren kann das keiner!

Alles tun um Neubildung reduzieren

Das hier solltest du mit ihr klären:

  1. Wie steht und geht sie, gibt es Fehl-Stellungen im Knie? Sowas wird vom Körper oft kompensiert durch Bildung von Zysten oder anderem. Auch Meniskusschäden kommen oft daher. Ursache kann ein längst vergessener Beinbruch von vor 10-15 Jahren sein. In solch einem Fall ist eine Haltungskorrektur durch entsprechende Yoga-Praxis notwendig, um die krankmachende Entwicklung zu stoppen.
  2. Wie ernährt sie sich, ist sie übersäuert? Das reduziert die Nährstoffversorgung des Knorpels, und fördert die Chance auf Schäden in diesem Bereich (und anderswo). Hier wäre eine Reinigungs-Kur mit anschliessender Ernährungsumstellung sehr wichtig.
  3. Wie sieht es mit der Zell-Aktivität aus, ist sie evtl. reduziert oder erlahmt? Damit erlahmen auch die Selbstheilungskräfte, also die Selbst-Reparaturfähigkeiten des Körpers.
  4. Macht sie in der richtigen Menge Sport, Pranayama usw? Wenn ja, was? Ist das für sie geeignet, was sie da macht?
  5. Gibt es ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen positiver Belastung und Regeneration? Beides ist unbdingt erforderlich, und zwar im für sie richtigen Verhältnis. Hier kann die Stärkung der gesamten Haltung helfen: Yoga-Praxis für Selbstbewusstsein, Herz und klarer Geist
  6. Emotionale und geistige Haltungen können auch eine Rolle spielen, sind aber sicher weder der einzige noch der stärkste Einfluss.

An obigen Gedanken kannst du erkennen, warum das Thema Knieschmerzen und Zystenbildung nicht kurzfristig behebbar ist. Alle yogischen Ansätze zielen auf die Verhinderung einer solchen Entwicklung ab, nicht auf die Beseitigung ihres Ergebnisses. Sind die Gründe der Entstehung behoben, besteht die Chance sich so etwas auch von selbst zurückbildet – allmählich, also langsam.

Die Rückbildung kann zusätzlich gezielt gefördert werden durch die sanften Gelenksübungen, das ist die Pavanamuktasana-Reihe. Gegen die o.g. Fehlbelastung, und zur Stabilisierung beider Knie helfen die Heldenreihen.

Anregungen dazu in “Yoga-Praxis für Selbstbewusstsein, Herz und klarer Geist“.

Zusätzlich empfehle ich die Anwendung von heilenden Klängen, aktivierende Wasseranwendungen nach Kneipp, Quark- oder Kohlwickel und weitere ähnliche Maßnahmen. Auch Homöopathie kann beim Knorpelaufbau helfen, wenn sie korrekt eingesetzt wird.

 

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