Müdigkeit durch die Schilddrüse und Eisenwerte

Müdigkeit durch die Schilddrüse und Eisenwerte

FRAGE

Kannst Du mit dem Befund was anfangen? Ich hätte Überfunktion der Schilddrüse, sagt der Arzt. Der Befund verweist auf Anisozytose.

Wenn ich das Medikament nehme, dann habe ich Kopfschmerzen und bin total müde und zu nichts zu gebrauchen.

 

ANTWORT

Wie Schilddrüsenmedikamente und Eisenwerte zusammen wirken *

  1. Überfunktion der Schilddrüse ist das eine. Das macht unruhig und überaktiv.
  2. Der verminderte Eisenwert bzw. die Anomalie der roten Blutkörperchen, ist das andere. (Anisozytose). Das macht müde.

Die Anisozytose ist bei dir zwar nicht dramatisch, aber genau gegenläufig zur Schilddrüsenüberfunktion.

Vermutlich greift dieser Mechanismus:

  • Die Anisozytose, also die Veränderung deines Blutes, macht dich müde.
  • Deine Schilddrüse fährt hoch, um die Schlappheit auszugleichen.
  • Wenn deine Schilddrüse aufgrund der Medikamente von der Überfunktion in den Normalbereich gebracht wird, dann wirst du müde. Du wirst so müde, wie es ohne die übermässige Aktivität der Schilddrüse normal wäre.

Deshalb machen dich die Medikamente müde. Sie zeigen dir, wo du tatsächlich stehst. Das solltest du ernst nehmen, und dich um deinen Energiezustand kümmern.

Dazu empfehle ich zwei Dinge: Pranayama und Veränderungen in der Ernährung.

Übungen zur Energiesteigerung *

Pranayama YogaWas ich dir empfehlen würde ist:

  • Quadratatem mit starker Bauchbewegung
  • 3 x tgl. sanftes Pranayama zur allgemeinen Energiesteigerung.
  • Tägliche flotte Spaziergänge an der frischen Luft.
  • Auch Sonnengrüsse sind sehr gut. Es geht darum, bei vertiefter Atmung den Kreislauf in Schwung zu bringen.
  • Insgesamt ist für die Schilddrüse die Stärkung der Energie des Vishuddha-Chakras / Hals-Chakras gut.

Ernährung verändern *

Ernährung Schilddrüse#1 – Nahrungsmittel die du essen solltest

  • Viel mit grünen Blättern: Salat, Spinat, Kohl, … usw.
  • Viel mit Mandeln und Nüssen, wg. der hochwertigen Öle und Mineralien
  • Hülsenfrüchte, zB Linsen, sind ebenfalls sehr gut für dich. Vielleicht kannst du Linsen ankeimen, und als Sprossen-Salat essen?
  • Auch Kressesprossen, oder die Sprossen von Rettich, Radieschen & Co sind sehr gut.
  • Stell deine Getreideverwendung auf Hirse um.

Ganz speziell Hirse statt Weizen wäre gut. Am einfachsten ist: Besorg dir HirseFLOCKEN (Bioladen). Morgens mach dir damit einen Brei, indem du 2-3 Essl. Flocken mit heissem Wasser übergiesst. Bisschen umrühren, fertig.

Nach Geschmack verfeinern mit Kokosöl, Kokosflocken, … was du dazu magst. Ist egal – Hauptsache Hirse. Lies hier mehr darüber: Über die Wirkungen von Hirse

Positive Nebenwirkung: Hirse ist auch gut für die Gelenkknorpel, beispielsweise in Knien und Füssen. Viele Menschen mit Arthritis berichten über gute Erfahrungen mit Hirse.

#2 – Nahrungsmittel, die du meiden solltest

Alle Weizenarten solltest du meiden.

Der heutige Weizen ist nicht mehr das, was er mal war. Weizen ist Mitverursacher vieler Beschwerden. Warum, dazu weiter unten mehr.

Was gehört alles zur Weizenfamilie?

Zur Weizenfamilie gehört ziemlich viel.

  • Einkorn
  • Emmer
  • Kamut
  • Dinkel
  • Weizen
  • Roggen
  • Gerste
  • Hafer

Weizen selbst ist am übelsten.

Buchweizen ist KEIN Weizen – trotz des Namens. Buchweizen ist ein Knöterrichgewächs, und fast so supergesund wie Hirse. Auf jeden Fall ist er sehr zu empfehlen.

Die Kombination machts: Die Zucker-Weizen-Problematik *

Ich kenne Berichte von Internisten, die ihren Patienten genau zwei Maßnahmen verordnet haben. Die Kombination dieser beiden Maßnahmen hat oft zur Beschwerdefreiheit geführt – zumindest solange, wie sie sich an die Ernährungsempfehlungen gehalten haben:

Massnahme #1 – Halbzucker komplett aus der Ernährung streichen

Extrem wichtig:

Vollständiger Verzicht auf “Halbzucker” wie Glukose-Sirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Fruktose-Sirup und alle ähnlichen Süssungsmittel.

Das betrifft 99% aller gekauften Süssigkeiten.

Ja, auch aus dem Bioladen!

So seltsam das klingt: Normaler Zucker ist (trotz allem damit verbundenen Übel) tatsächlich immer noch die bessere Alternative.

Oder andersherum formuliert:

Zucker ist schlimm und zu meiden. Und die Halbzucker sind noch viel schlimmer!

Deshalb gilt die Regel:

Wenn süsss, dann Zucker. Und davon möglichst wenig.

Schädlich ist er trotzdem noch.

Das andere ist nur NOCH schädlicher.

Lass dich also von irgendwelchen “Ohne Zucker” Beschriftungen nicht einlullen.

Lass statt dessen die Alarmglocken angehen, und kauf das nicht.

Massnahme #2 – Die komplette Weizenfamilie vollständig streichen!

Derzeit wird an der Weizenthematik fleissig geforscht. Es wurden bereits mehrere Faktoren im Weizen entdeckt, die Probleme machen. Gluten (Zöliakie) ist nur eines davon. Es gibt weitere.

Ich empfehle weitestgehenden Verzicht auf die gesamte Weizenfamilie, oder wenigstens auf die modernen Züchtungen. Manche Menschen kommen mit den alten Sorten noch zurecht.

Das sind die von Einkorn, … bis zu den alten Dinkel-Sorten. Bei Dinkel ist Vorsicht geboten – davon gibts inzwischen auch schon “maschinengängie Varianten” … 

Warum die (Halb)Zucker-Weizen-Kombination so schlimm ist?

Der Weizen verlangsamt bei einigen – je nach persönlicher Konstitution – wichtige Verdauungsprozesse.

Die Halbzucker bleiben dadurch länger im Darm. Diese werden von den Darmbakterien sowieso schon ganz besonders schnell vergoren. In dem Fall bekommen die Gärprozesse durch die Verlangsamung zusätzliche Zeit für ihre Produktion. So entsteht in Verbindung mit den toxischen Gärstoffen ein ganz besonders ungesundes Darmklima.

Leider wird dadurch das Wachstum “der falschen” (ungesunder) Darmbaktierien besonders gefördert. Noch stärker, als bei Zucker. Mit weitreichenden Folgen für den gesamten Stoffwechsel und das Immunsystem. (Denk nochmal über deinen Kuchenkonsum nach … ;-) …)

Die Weizenfamilie wurde durch menschliche Eingriffe auf Ertragskraft optimiert.

Dabei sind Eiweissbausteine (für Insektizidresistenz) eingezüchtet worden, die für uns Menschen unverträglich sind.

Was unverträglich ist, kann – je nach Art der Unverträglichkeit – über die Veränderung der Darmflora Schaden anrichten. Das bezieht sich auf jede Form der Unverträglichkeit. Egal was. Wenn du empfindlich auf Milch reagierst, dann gilt das hier ganz genauso. Die Milchthematik ist der Weizenthematik sehr ähnlich.

Jedenfalls gilt:

Unverträglichkeiten sind ein ernst zu nehmendes Problem. Sie schaden uns mehr, als nur “das bisschen Luft im Darm”.

Diese Schäden beeinträchtigen nicht nur den Darm selbst.

Sie wirken über die Veränderung der Blutqualität im gesamten Stoffwechsel.

Also überall im Körper. Auch im Blutkreislauf und Hormonsystem – Schilddrüsenhormone! Hier liegt auch eine wichtige Verbindung zum Vishuddha-Chakra. Denn das Blutsyste, das Hormonsystem, ebenso wie auch das Immunsystem, sind Kommunikationssysteme.

Diese Kommunikationssysteme leiden unter der negativen Energie schlecht verdauter Substanzen. Energetisch kommt man gegen die durch unpassende Nahrung erzeugte physische Übermacht nur schlecht an.

Deshalb empfehle ich hier auf der physischen Ebene mit guter Nahrung zu arbeiten, und parallel dazu die Kraft des Vishuddha zu stärken. Sattwige Nahrung – also gut verdauliche Nahrung – ist eine der Grundanforderungen des Yoga.

Zurück zum Immunsystem. Es geht bei der Weizen-Thematik um sensible Eingriffe in die Steuerung des Immunsystems.

Darum geht es bei jeder Form der Unverträglichkeit. Formen der Immunentgleisung zeigen sich u.a. in der Entzündungsneigung:

  • Schwellungen der Gelenke?
  • Allergien?
  • Arthrose?
  • Artheriosklerose?
  • Veränderte Blutqualität?

… schwant dir jetzt was? :-)

Ja, es kann sein, dass Weizen dein Blut so verändert, dass daraus weitere Krankheiten entstehen.

Zumindest wärst du nicht die erste, die feststellt dass es ihr ohne Weizen deutlich besser geht. Mir und vielen anderen ging es auch so. Daher hier meine bevorzugten Weizenfrei-Rezepte: Weizenfrei. Für einen genussvollen Umstieg.

Was passieren kann, wenn du Weizen weg lässt

So wie viele andere auch, habe auch ich Weizen in allen Varianten vor vielen Jahren komplett aus meiner Ernährung gestrichen. Seitdem …

  • habe ich mehr Energie
  • schlafe besser
  • bin deutlich klarer im Kopf
  • das Immunsystem ist effektiver
  • … usw.

Es lohnt sich. Jede Entgleisung – sowas kommt ab und zu vor – macht es deutlich. Dann sprechen neben meinen Darmwindungen auch die Gelenke, der Kopf (Kopfschmerzen) und die Nasenschleimhäute mit mir. Das lohnt sich nicht.

Ausserdem weitet es den Horizont, wenn man seine Ernährungsgewohnheiten mal umkrempelt, und sich auf andere Genüsse einlässt. Jeder Anlass eingetretene Pfade zu verlassen bringt neben der Abwechslung auch jede Menge Bereicherung ins Leben.

Irgendwann hab ich mich gefragt, wieso ich so lange auf diesem langweiligen Weizen rumgekaut hab. Es gibt so viel tolle(re) Dinge zu entdecken.

Daher nun die folgende Weizenfrei-Ernährungs-Empfehlungen:

#1 Ersetze den Weizen durch Hirse.

Hirse ist sehr hilfreich. Gut sind auch Buchweizen, Quinoa, Amaranth, Reis, Mais. Bei Mais empfehle ich es nicht zu übertreiben, denn Mais enthält von Natur aus sehr viel Fruktose – das ist auch ein “Halbzucker”.

#2 … und lass den Süsskram weg.

Besonders die “Nicht-Zucker-Süssungsmittel” streiche vollständig aus deiner Ernährung. Stevia ist als einziges erlaubt. Aber das dann bitte nicht in der chemisch aufbereiteten Form (weisse Pulver oder Tabletten), sondern in seiner natürlichen Form als Pflanzenpulver.

#3 Iss täglich eine Handvoll Mandeln und Nüsse

… und Ölsaaten wie Sonnenblumenkerne, Sesam usw. – das sind absolute Nährstoffbomben. Menschen die regelmässig Nüsse und Ölsaaten konsumieren sind seltener krank und bleiben auch im Alter länger gesund.

#4 Wenn der Hunger auf Süsses kommt, …

dann iss Obst oder Trockenobst. Das bringt viele wichtige Nährstoffe in den Körper, und macht zufrieden. Bitte nur soweit du es gut verträgst. Blähungen sind ungesund! Im Zweifel greife lieber auf Salat und Gemüse zurück. Gemüse ist das neue Obst!

#5 Gut kauen!

Nicht nur weil das alle sagen – der Kaumechanismus steht in Wechselwirkung mit der Hirnaktivität. Gründliches Kauen aktiviert Gehirnfunktionen und macht wach.

Kannst es ja mal testen, mit einer Kaumediation mit Karotte. Oder Apfel. Oder so.

Hier nochmal die Link-Tipps:

Blähungen beim Yoga?

Wenn dich dieses Thema näher interessiert, dann magst du sicher auch die anderen Beiträge dazu lesen. Ein beeinträchtigter Darm hat weitreichende Konsequenzen.

Vom entspannten Darm zur Inspiration

"Für Yogatherapeuten ist persönliche Erfahrung aus der Selbstbeobachtung unverzichtbar, um wirklich passende und authentische Yoga-Übungsreihen entwickeln zu können."

Wenn du dir (oder jemand anderem) eine maßgeschneiderte Yoga-Praxis zusammenstellen willst, mit der Blähungen in Energie und Inspiration umwandelt werden, dann empfehle ich dir den Spickzettel.

Es geht immerhin um eine Übungsreihe, die nicht nur funktionieren könnte, sondern die tatsächlich praktiziert wird.

Da hilft nur "maßgeschneidert"! ;-)

  • Sichere Führung auf dem Weg eine eigene Yoga-Übungsreihe zu entwickeln
  • Du übst dich darin maßgeschneiderte Yoga-Übungsreihen zu entwickeln
  • Die Methode funktioniert bei allen Themen, nicht nur bei Erschöpfung.
  • Deine Übungsreihe ist nicht nur physisch sinnvoll, sondern vor allem:
    energetisch und emotional stimmig
  • Und sie unterstützt ggf. die medizinische Therapie.

Spickzettel

Achtung: Nicht für Yoga-Anfänger geeignet. Setzt Kenntnisse in Yoga voraus.

 

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