Wenn Rückenschmerzen durch Yoga entstehen, dann läuft was falsch

Ich bekomme oft Fragen, wie Rückenschmerzen durch Yoga entstehen, und wie man sie verhindert. Vor allem, wenn Yoga eigentlich helfen soll Rückenschmerzen los zu werden.

Sicher ist: Sowas darf nicht passieren!

Das sollte jedem klar sein.

  • Meist werde ich in solchen Situationen nach den “richtigen Übungen” gefragt, um die Rückenschmerzen nach dem Yoga wieder loszuwerden.
  • Oder nach technischen Details in der Haltung.

Diese Art zu Denken ist “Tablettendenken

Es gibt nicht die eine, absolut immer-korrekte Art Yoga zu üben. Wie das sein kann, darauf gehe ich hier anhand einer typischen Frage näher ein.

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Rückenschmerzen durch Yoga vermeiden – Worauf du unbedingt achten musst

FRAGE

Ich bin selbst Yogalehrerin und unterrichte schon 5 Jahre, doch ich habe seit gut einem halben Jahr immer wieder Probleme im unteren Rücken rechts. Oberhalb des Beckenknochens.

Leider merke ich während der Asanas keinen Schmerz, aber danach tut mir für einige Tage der Rücken weh. Besonders bei Drehungen, so vermute ich zumindest.

Hast Du eine Idee oder einen Tipp für mich?

Habe nun auch einen Termin beim Orthopäden, vielleicht bringt das Klarheit. Bin um jeden Tipp dankbar und zweifle gerade daran, ob es gut ist was ich unterrichte, dachte ich unterrichte schon sanft und entspannend.

ANTWORT

So ohne dich zu sehen kann ich in diesem Fall nur wenig sagen. Wenn ich dich sehen würde, dann würde ich dich bitten mir zu zeigen, wie du übst.

Deshalb erlaube mir diese Frage:

Mit welcher inneren Haltung übst du deine Asanas?

Oft sind es ganz kleine und kleinste Details, die das Problem verursachen. Also weniger das “was” (Asana), als vielmehr das “wie” (Details).

Das WIE ist das Geheimnis. Deshalb achte beim Yoga mehr auf die Details des 'Wie', als auf das 'Was'. Klick um zu Tweeten

Achtsamkeit ist der Weg

Yoga ohne Achtsamkeit auf die inneren Signale macht Rückenschmerzen. Achtsamkeit und die innere Haltung sind ausschlaggebend für korrekte Ausführung der Yoga-ÜbungenDein Körper liefert dir die Signale und zeigt dir den richtigen Weg. Allerdings muss man sie wahrnehmen.

Die sicherste Weise um in der korrekten Weise Yoga zu üben ist in jedem Fall und unzweifelhaft grosse Achtsamkeit. Denn dann bekommst du in jedem Fall genau mit was passt, und wo du etwas korrigieren solltest.

  • Um die Achtsamkeit zu fördern, achte drauf in sehr meditativen Zustand zu praktizieren.
  • Dabei lausche auf die Signale deines Körpers.
  • Dein Körper sagt dir, was gut ist und was nicht. Du musst nur zuhören. Und ihm folgen.

Lausche auf die Signale deines Körpers, er spricht mit dir. Hör ihm zu, und er führt dich sicher auf den passenden Weg.

Ehrgeiz ist der falsche WegWenn du – statt nach innen zu lauschen – nur darauf achtest ob du “Gut genug” bist …

  • Dann achtest du nur auf die grob-stoffliche Ebene. Das sind die reinen Körper-Signale.
  • Und das bedeutet, du bekommst die feinen, inneren Signale deiner inneren Führung gar nicht mit.

Du verpasst dann nicht nur die inneren Signale, sondern dir fehlt die innere Anleitung zu tiefer Präzision, die exakt zu dir und zu deiner aktuellen Verfassung passt. Die ist ja auch jeden Tag anders. Darauf musst du unbedingt dein Yoga anpassen.

Genau genommen ist rein körperlich-mechanistisches Yoga auch nicht mehr Yoga, sondern “Yoganastik” oder “Yogalethic’s”

Yoganastik ist Yoga als Gymnastik, oder noch schlimmer, als Leistungs-Sport. Das ist Yoga ohne Achtsamkeit und ohne innere Verbundenheit. Und dabei kommt es sehr oft zu Rückenschmerzen und weiteren Problemen.

Diese Art Yoga zu üben ist der Schrecken aller Orthopäden.

Denn die sehen diese Art Yogis am häufigsten in ihrer Praxis, und oft kommen diese Ärzte dann auf die Idee, Yoga wäre gefährlich. Weil sie es nur so zu sehen bekommen. Ganz üble Entwicklung!

Der grösste Fehler, den du beim Yoga machen kannst

ZielorientierungViele begeisterte und engagierte Yogis machen den Fehler, dass sie mehr auf technische Details und äußere Korrektheit achten, als auf ihre Körpersignale. Sie haben mehr im Blick wie sie nach außen wirken und wie es aussieht, als wie sie sich dabei fühlen.

Ich empfinde das als eine sehr “laute” Art Yoga zu üben.

Im Gegensatz zur “leisen”, nach innen gewendeten Übungsweise.

Das Problem am lauten Yoga:
Da jeder Körper anders ist, und jeder Tag auch anders ist, und weil bei jedem andere Spannungen und Stimmungen vorherrschend sind, kann mechanistisches leicht in die falsche Übungsweise führen.

Das gilt nicht nur bei akrobatischem Ehrgeiz in fortgeschrittenen Asanas.

Sondern unbedingt auch bei den ganz einfachen Asanas. Auch bei diesen kann man – je nach Situation – schmerzhaften Ehrgeiz entwickeln.

Inspiration zu sanftem Yoga - ohne Rückenschmerzen Bitte achte darauf, dass dir sowas nicht passiert.

Das ist wichtig. Für dich selbst, und für alle die du mit deiner harmonisch-angemessenen Übungsweise inspirierst.

Es gibt wirklich hilfreiche Quellen, um sich zu dieser etwas leiseren Art Yoga zu üben inspirieren zu lassen. Viele sehr erfahrene Yoga-Lehrer gehören dazu. Wer frisch aus der Ausbildung kommt, ist davon im normalfall eher weiter weg.

Deshalb suche den Kontakt zu sehr erfahrenen und langjährigen Yogalehrern und Yogatherapeuten.

Was bei der ganzen Propaganda um “die einzig technisch korrekte Haltung” immer vergessen wird

Oberschenkeldehnung im HalbmondEin und dieselbe Asana kann locker mit 12 verschiedenen Schwerpunkten geübt werden.

Wenn du von jeder dieser 12 Varianten ein Foto machen würdest, würdest du diese Unterschiede kaum erkennen können.

Und doch wirken sie.

Die wichtigsten Unterschiede bei der Ausführung von Asanas liegen in …

  1. der Feinjustierung der Knochen und Gelenke
  2. den Spannungszuständen der Muskulatur
  3. der inneren, emotionalen Grundeinstellung
  4. dem korrekten Fokus
  5. der Fähigkeit während des Haltens der Asana “aus dem Körper rauszukommen“.

 

Hier mal 12 Schwerpunkte am Beispiel “Drehsitz”

DrehsitzNur um zu illustrieren was ich meine. Und natürlich ist die Zahl 12 rein fiktiv. Da geht auch mehr. Je nachdem, was du willst, kann das nahezu endlos ausgedehnt werden.

Die Frage ist: Was willst du optimieren?

Wohin geht deine Konzentration im Drehsitz?

  1. Hüftdehnung
  2. ISG-Flexibilität
  3. Wirbelsäulendrehung
  4. Schulterdehnung
  5. Schulterblattmuskulatur
  6. schräge Rückenmuskeln
  7. schräge Bauchmuskeln
  8. Schulterflexibilität
  9. Kopfdrehmuskeln
  10. Augenmuskeln
  11. Aufrichtung
  12. Atemfluss

Die Asana soll so eingerichtet werden, dass du deinen Körper loslassen und vergessen kannst, um in die Welt der Stille einzutauchen.

Dann bekommst du auch keine Rückenschmerzen durch Yoga. So einfach ist das.

Meditieren im Lotussitz Yoga ist das Zur Ruhe bringen der Gedanken im Geiste

Du kennst diesen Satz.

Jeder Yogalehrer kennt den.

Er besagt, dass Yoga mit Sport und Akrobatik oder Technik wenig bis nichts zu tun hat.

Er bedeutet:

Richte deine Asana so ein, dass du während des Haltens deinen Geist in die völlige Stille bringen kannst. Und dort bleibe. Lange. Klick um zu Tweeten

Feinarbeit IN der Asana ist wichtiger als die Asana selbst – dann bist du sicher vor Rückenschmerzen durch Yoga

Wer die Feinarbeit in der Asana – egal an welcher – nach dem Stille-Prinzip ausrichtet, der macht keine Fehler. Der tut sich auch nicht weh, in den Asanas.

Denn das gesamte Körper-Geist-System rebelliert, wenn ihm Gewalt angetan wird.

RebellionDa ist dann keine Stille. Das geht dann gar nicht. Es ist in der für dich falschen Übungsweise einfach nicht möglich “den Körper zu verlassen” und in die Stille einzutauchen.

Weil du deinen Körper dabei verletzt oder zumindest weil diese Gefahr besteht, deshalb lässt er dich nicht zur Ruhe kommen.

Leises Yoga ist der sicherste Weg um gesundheits-förderliches Yoga zu praktizieren.

sanft und sensibelWeil du in die korrekte Intensität hinein geführt wirst, die vielen kleinen Details sicher einrichtest. Grobe Haltungs-Fehler bekommen so keinen Raum. Im Gegenteil.

Du bist dann in der Lage so sensibel mit deinem Körper umzugehen, dass du deinen Orthopäden zum Staunen bringst. Ich habe das schon oft von meinen Teilnehmern und Patienten erlebt.

Neulich erst sagte der Orthopäde einer älteren Dame, die mehrere richtig heftige Rücken-OP’s hinter sich hat, und die wieder rumläuft wie eine junge Fee:

Icon Anfühlen - Gefühle - EmotionenWir wissen ja, dass das gut ist.

Aber sooo gut, das hätten wir nicht gedacht.

Bitte weiter machen!

Von dem Kaliber kenne ich viele Fälle. das ist oft so. Aber nur, wenn man sensibel übt.

Sensibel-achtsames Üben ist die unabdingbare Voraussetzung. Dann wirds gut.

Dazu braucht es die richtige Verbindung zwischen Verstand und Herz.

Meditatives Yoga ist sicheres Yoga. Auch und besonders bei schwierigen Körperbedingungen. Klick um zu Tweeten

Diese Feinarbeit steht in keinem Buch, die musst du selbst entdecken.

Höre - lausche Wenn du an einer angeleiteten Yogastunde Teil nimmst, und der Yogalehrer wirklich sehr sensibel ansagt, dann kann er dich dahin führen.

Viele Yogalehrer sind allerdings so technikverliebt und leistungsorientiert, dass sie dich davon eher weg leiten.

Was vielen auch nicht klar ist:

  • Anleitung mittels Stimme ist der sicherste Weg, um einen Yoga-Teilnehmer zum meditativen Halten zu führen.
  • Das können Bücher und ausdruckbare Texte nicht leisten. Die würden viel zu komplex, das funktioniert nicht.

Aus genau diesem Grund bekommst du alle Anleitungen von mir auf dieser Seite als Audio-Aufzeichnung.

  • Die kannst du auf dein Handy packen, …
  • das legst du neben dich auf deine Yoga-Matte.
  • Und dann spielst du die Stunde ab, …
  • und übst dabei mit völlig nach innen gerichteter Achtsamkeit

Icon Yoga WeisheitÜbe mit geschlossenen Augen und nach innen gerichteter Achtsamkeit Yoga. In voller Achtsamkeit, frei von Ablenkung. Dabei lauschst du auf deine Körpersignale. Die führen dich sicher auf deinem Weg.

Die intensivste Form wirklich sehr achtsames Yoga zu üben ist …

… die volle Achtsamkeit in der Asana auf …

  1. völlig losgelassenes Halten der Asana
  2. sanftes Pranayama in der Asana
  3. mit Visualisierung
  4. und Japa

Dann kommst du ganz sicher in die innere Stille, und wandelst sicher auf dem feinen Grad zwischen zuviel und zuwenig. Ohne abzurutschen. Dafür mit unglaublichem Wohlgefühl.

Hier kannst du dich von mir auf diesen Weg führen lassen

 

 

Worauf du unbedingt achten musst

Eine tolle Wertschätzung für meine Arbeit ist es, wenn du sie teilst. 😍 😘 🥰