FRAGE:

Ich habe eine Schülerin im Kurs, so um die 30 die vor einigen Jahren von einem Auto als Fußgängerin angefahren wurden. Sie lag lange im Koma und es war nicht sicher ob sie wieder aufwacht und ihre beiden Beine wieder verwenden kann. Heute ist sie eine bewundernswerte, strahlende Persönlichkeit auf zwei Beinen und kann alles im Yoga mitmachen. Soweit die Erfolgsgeschichte.

Sie leidet psychisch immer noch sehr an diesem traumatischen Vorfall. Sie wird bei Autogeräuschen von hinten immer noch sofort an den Unfall erinnert. Das ist nicht das schlimmste. Sie ist arbeitsunfähig weil sie oft sehr große Schmerzen hat und weil sie alles vom Gehirn her so sehr anstrengt, dass sie sehr erschöpft ist. Sie musste alles neu lernen: Bewegung, rechts, links, Farben etc. Wie nach einem Schlaganfall.

Nach einer Privatstunde kam mir die Idee, dass es sich wahrscheinlich auch um eine psychische Blockade handelt und die Energie überhaupt nicht fliessen kann. Deshalb die wiederkehrende Erschöpfung. Wenn Sie von dem Unfall erzählt schwingt auch viel Bitterkeit mit. Das ist verständlich, aber nicht hilfreich für die Person.

Was meinst Du, bist Du der gleichen Meinung wie ich, dass wenn sie ihre Probleme innerlich aufarbeiten könnte, sich die anderen Probleme wie Schmerzen und Erschöpfung zumindest lindern wenn nicht ganz eliminieren liessen?

ANTWORT:

Ja, da muss geistig gearbeitet werden, sie muss das Trauma bewältigen. Das seh ich auch so.

Meine Vorschläge sind:

  1. Sie muss unbedingt an der Vergebung arbeiten. Da ist die Meditation der liebenden Güte das Beste das ich kenne, und sie hat schon sehr vielen Menschen geholfen.
  2. Sie benötigt Koordinationsübungen wie zB den Mondgruss um die neuronale Koordination zu harmonisieren. Und das muss sie sehr sehr langsam üben – als Achtsamkeitsübung.
  3. Zum Trauma bewältigen halte ich reichlich Wechselatmung für sehr wichtig. Auch diese stressfrei und angenehm – zB in der Form der Gold-Silber-Atmung. Die begeistert fast jeden, auch Anfänger und Personen die mit Pranayama eigentlich “nichts am Hut” haben.

Vergebung via Meditation

Eine kommplette Yogastunde mit der Meditation der liebenden Güte auch in den Asanas habe ich unter der Bezeichnung “Energievampire transformieren” hier bereitgestellt: Energievampire transformieren
Ich denke, die würde ihr gut tun.

Neuronale Koordination trainieren

Vermutlich würden ihr auch dies Übungen aus dem Workshop “Den Kopf befreien” sehr gut tun:
Dort ist der Mondgruss dabei, sowie viele Elemente die die Traumabewältigung unterstützen können, wie zB die Augenübungen, Nadiharmonisierung usw.

Trauma bewältigen mit Heilpranayama

Spezielle Atem-Meditationen die helfen von innen heraus zu heilen, sind alle sanfteren Formen der Wechselatmung, insbesondere die welche die Achtsamkeit schulen und die KEINEN Stress erzeugen. Das ist in den meisten Fällen die intuitive Wechselatmung ohne Zählen als Gold-Silber-Atem und weitere sanfte Heilpranayamas.

Halt mich bitte auf dem laufenden wie sie sich entwickelt. Danke!

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